Aktuelles aus dem Rathaus: Markt Schwanstetten

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Service & Verwaltung

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Bürgermeister Robert Pfann informiert

Autor: Markt Schwanstetten
Artikel vom 23.03.2022

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

unglaublich, aber leider seit dem 24. Februar traurige Wahrheit: Krieg in der Ukraine mitten in Europa und nur zwei Flugstunden von uns entfernt! Bis auf den Bürgerkrieg auf dem Balkan in den 90-iger Jahren durften wir seit Ende des Zweiten Weltkriegs in Frieden leben. Meine Generation und auch die Jüngeren kannten bisher nichts Anderes.

Damit ist es nun vorbei, weil der russische Machthaber Putin die diplomatischen Bemühungen der westlichen Demokratien mit den Füßen getreten und unter fadenscheinigen Gründen einen Angriffskrieg gegen das eigene Brudervolk begonnen hat. Dies ist ein Verbrechen gegen das Völkerrecht, gegen die Unabhängigkeit des ukrainischen Staates, vor allem ist es ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

Die Leidtragenden sind wie so oft die Zivilbevölkerung. Die Bilder und Nachrichten aus den umkämpften Städten in der Ukraine über Verletzte und Tote Kinder, Frauen und ältere Menschen machen einen fassungslos. Sprachlos macht der barbarische Angriff von russischen Invasionstruppen auf eine Geburtsklinik in der Hafenstadt Mariupol, die schwer getroffen wurde. Hilflose schwangere Frauen und Mitarbeiter wurden dabei getötet und verletzt.

All dieser Wahnsinn treibt Millionen Menschen in die Flucht, müssen von jetzt auf gleich ihr Hab und Gut zurücklassen. Und nicht nur das. Herzzerreisende Szenen spielen sich ab, wenn Familien sich von den Ehemännern, Vätern, Söhnen und Brüdern verabschieden müssen, die für den Kampf um ihre Heimat zurückbleiben.

enorme Hilfsbereitschaft

Wir erleben eine große Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität in Europa und auch in unserem Lande für die Ukraine. Nicht nur Verwandte und Freunde nehmen Flüchtlinge bei sich auf und holen diese sogar an der ukrainischen Grenze ab. Viele Initiativen von Privatleuten, Institutionen und Verbänden organisieren Sach- und auch Geldspenden und versuchen zu helfen wo es geht. Bei all den gut gemeinten Hilfsaktionen möge man bitte bedenken, dass diese bei fehlender Koordination gerade von Kleidersammlungen und Transportaktionen eher hinderlich sein können.

Landratsamt koordiniert

Es empfiehlt sich deshalb, wer die Menschen aus der Ukraine unterstützen möchte, sich mit dem Landratsamt Roth in Verbindung zu setzen. Wenn Sie sich ehrenamtlich engagieren wollen – dies gilt auch für die benötigten Dolmetscher*innen - , wenden Sie sich bitte an die Kontaktstelle „füreinander“, Tel. 09171/81-1360 (fuereinander@LRAroth.de). Sie möchten Menschen aufnehmen oder können Wohnraum zur Verfügung stellen? Dann setzen Sie sich bitte mit unterbringung@landratsamt-roth.de bzw. Tel. 09171/81-2310 in Verbindung. Vielen Dank!

Diese Hinweise wie auch Informationen zur Aufnahme von Kriegsflüchtlingen finden Sie auf der Website des Landratsamts Roth unter: www.landratsamt-roth.de

Hoffnung auf Frieden

Hoffnung auf Frieden

Hoffen und beten wir, dass die von der Europäischen Union und ihren Verbündeten ergriffenen Sanktionen rasch wirken und Kriegstreiber Putin zur Besinnung kommt. Natürlich muss es das Ziel der Politik sein, auf diplomatischen Wege den Krieg und das sinnlose Sterben von Unschuldigen unverzüglich zu beenden und für den (weltweiten) Frieden zu kämpfen.

Corona

Corona

Ach, da war doch noch was. Aufgrund des Krieges ist die Corona-Pandemie in der medialen Berichterstattung in den Hintergrund geraten, das COVID-19 Virus ist aber leider immer noch sehr präsent. Die Infektionszahlen sind wieder leicht am Steigen und die Wissenschaftler gehen davon aus, dass es in den Sommermonaten zu keinem merklichen Abflauen kommen wird.

Eine Forschungsgruppe hat zur möglichen pandemischen Entwicklung verschiedene Szenarien untersucht. Im günstigsten Fall (Best Case), wenn also die Impflücke von aktuell etwa 25 % geschlossen werden kann und keine problematischen Virusvarianten mehr auftreten, geht man davon aus, dass in etwa zwei Jahren der Übergang in die postpandemische Phase (vereinfacht gesagt: die Infektionen laufen wie eine normale Erkältung ab) möglich sein könnte. Im schlechtesten aller vorstellbaren Szenarien (Worst Case), also die Impflücke wird nicht geschlossen und es ergeben sich gefährliche Virenmutationen, könnte uns die Corona-Pandemie 10 Jahre in Atem halten.

Wir können es drehen und wenden wie wir wollen: Der sichere Weg aus der Pandemie führt über das Impfen. Mein Appell an jene mit Nachholbedarf. Bitte zeigen Sie sich solidarisch und machen Ihren Arm für den kleinen Pieks frei. Vielen Dank.

 

„Fitness-Check“ für Gemeindehalle

Mit großer Mehrheit hat der Marktgemeinderat einem Antrag der CSU Fraktion entsprochen, die Gemeindehalle hinsichtlich eines möglichen Sanierungsbedarfs zu überprüfen und für die Untersuchung entsprechende Haushaltsmittel einzustellen.

Die Gemeindehalle ist im April 1988 eingeweiht worden und ist seit nunmehr 34 Jahren Mittelpunkt des örtlichen Vereinssports und kulturellen Lebens. Gerne wird sie auch wegen ihrer komfortablen Ausstattung und des nach wie vor ansprechendem Erscheinungsbilds für Veranstaltungen mit Event-Charakter auch von außerhalb gebucht. Dass unser „Aushängeschild“ noch so gut in Schuss ist, ist unserer Bauverwaltung, vor allem aber unseren tüchtigen Hausmeistern zu verdanken.

Inzwischen sind nicht nur die Sanitäranlagen in die Jahre gekommen, sondern auch die Lüftungstechnik bedarf einer generellen Erneuerung. Für Letztere wird es zusehends schwieriger Ersatzteile zu beschaffen. Im Zuge einer Sanierung wären auch bauliche Eingriffe in das Gebäude notwendig, welche wiederum weitere Gewerke betreffen würden (z. B. Brandschutz, Elektrik, Beleuchtungs- und Bühnentechnik…).

Der Verwaltung liegen nur gezeichnete Pläne aus der Bauphase vor. Wie die Leitungen der Haustechnik tatsächlich verlaufen und welche Materialien verbaut wurden, kann nur teilweise nachvollzogen werden. Das Gremium ist insofern dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, dass zunächst durch einen Hochbauplaner eine Bestandsaufnahme durchgeführt wird und darüber digitalisierte Pläne zu erstellen sind. Auf dieser Grundlage soll dann ein Sanierungskonzept erarbeitet werden.

Sanierung Rathausvorplatz, Weiheranlage, Grünanlage Marktfläche

Sanierung Rathausvorplatz, Weiheranlage, Grünanlage Marktfläche

Der Platz zwischen Rathaus und Gemeindehalle sowie Marktfläche ist ebenfalls in den 80-iger Jahren angelegt werden. Ohne Frage ist dieser Bereich im Ortszentrum das Herzstück unserer Gemeinde für Begegnungen und Veranstaltungen im Freien, wie z. B. Märkte, Sonnwendfeier des DAV, „Schwanstettener Sommernacht“, Obstbörse des Landkreises Roth ... Die Attraktivität des Ensembles von Platz und Gebäuden ergibt sich vor allem auch aus der zentralen und verkehrsruhigen Lage.

Handlungsbedarf besteht insbesondere beim Rathausweiher, der seit geraumer Zeit große Mengen an Wasser über die Uferböschungen verliert. Das ehemalige Wasserbecken sowie die Pflasterbeläge vor dem Rathaus, die Betonsteintreppen zum Weiher und auch die Betoneinfassungen der Grün- und Spielanlagen vor der Grundschule sind in keinem guten Zustand mehr.

Die mit der Vorplanung beauftragte Landschaftsarchitektin Tanja Strauch hat in der Februar-Sitzung ihre Überlegungen für die Sanierung und Umgestaltung der genannten Bereiche vorgestellt. Nach einer vorläufigen Kostenschätzung wird sich die Gesamtmaßnahme auf ca. 870.000 EUR belaufen. Da unter anderem für die Weihersanierung die Planung noch im Detail auszuarbeiten ist und die Investitionen verträglich getätigt werden sollen, erfolgt die Umsetzung in Abschnitten auf drei Jahre verteilt. Einstimmig hat der Rat hierzu seine Zustimmung zu dieser umfassenden Maßnahme erteilt.

Umgestaltung Grünanlage Margarethenhof

Umgestaltung Grünanlage Margarethenhof

Bereits in 2018 haben wir von einem engagierten Bürger einen Vorschlag zur umfassenden Umgestaltung dieses Bereichs erhalten. Angeregt wurde den Einmündungsbereich Nürnberger Str. /Alte Str. zugunsten der Grünfläche umzubauen, den Abschnitt ab der Straße Am Sägerhof bis zum Margarethenhof eine Einbahnstraßenregelung vorzusehen und den Gehweg an die vorhandene Pflasterung anzupassen. Die Grünfläche selbst sollte zur Kreisstraße RH 1 mit einer Trockenmauer abgegrenzt, Aufenthaltsbereiche mit Unterstell- und Sitzmöglichkeiten sowie eine Bepflanzung angelegt werden. Die Gesamtkosten dafür wurden damals auf ca. 85.000 EUR geschätzt.

Der Bauhof hat den Vorschlag aufgegriffen und eigene Überlegungen angestellt, wie die Grünfläche weniger umfangreich, kostengünstiger und dennoch optisch ansprechend umgestaltet werden kann. Die in der Ratssitzung vorgestellte gefällige Planung des Bauhofs fand eine breite Mehrheit. Demnach wird die Fläche nun komplett in Eigenleistung des Bauhofs neugestaltet. Neben verschiedenen Sitzgelegenheiten wird zur Straßenseite auch eine neue Bepflanzung angelegt sowie in einem Teilbereich eine Blumenwiese angesät. Sicherlich lässt sich auf diese Weise mit einem deutlich geringeren finanziellen Aufwand von ca. 10.000 EUR - trotz der stark befahrenen Kreisstraße – eine Attraktivitätssteigerung am Margarethenhof erzielen.

Mit besten Grüßen – bleiben Sie gesund und zuversichtlich!

Ihr

Robert Pfann

Erster Bürgermeister