Hauptbereich
Bereit für den Rechtsanspruch
Erstelldatum03.07.2026
Marktgemeinderat besichtigt umgestaltete Grundschule Schwanstetten

Der Countdown läuft: Ab September 2026 tritt der gesetzliche Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder der ersten Klassenstufe in Kraft. In den darauffolgenden Jahren wird dieser schrittweise ausgebaut, so dass ab dem Schuljahr 2029/30 alle Grundschulkinder ein Anrecht auf ganztägige Betreuung haben.
Der Markt Schwanstetten ist hierauf bereits jetzt gut vorbereitet. In den vergangenen Monaten wurden umfangreiche Umbaumaßnahmen in der Grundschule vorgenommen und Räume hausintern verlegt. Ziel der internen Rochade im Schulhaus war es, den dort ansässigen evangelischen Kinderhort deutlich zu erweitern.
Der Markgemeinderat Schwanstetten überzeugte sich nun persönlich vor Ort vom Erfolg der Umbauarbeiten.

Ein Erfolgsmodell wird zukunftssicher gemacht
In Schwanstetten setzt man bewusst auf Kontinuität. Der Rechtsanspruch wird über die bewährten örtlichen Kinderhorte erfüllt.
„Wir hören immer nur großes Lob für die Arbeit der Horte. Das System wird von Eltern und Kindern äußerst positiv gesehen“, heißt es aus der Gemeindeverwaltung. Wie rasant der Bedarf gestiegen ist, zeigt ein Blick in die Historie: Bei der Eröffnung des evangelischen Kinderhorts „Regenbogen“ an der Grundschule im September 2008 wurden unter der Leitung von Frank Sinzinger, der die Einrichtung bis heute erfolgreich führt, 60 Kinder betreut. Inzwischen ist diese Zahl auf 110 Kinder angewachsen.
Bereits im Jahr 2024 waren alle Hortplätze in Schwanstetten voll belegt. Obwohl der Rechtsanspruch damals noch Zukunftsmusik war, zeichnete sich ein akuter Mehrbedarf ab: Rund 30 Familien hätten im September 2024 ohne Betreuungsplatz dagestanden. Der Markt Schwanstetten reagierte prompt, um Engpässe zu vermeiden.
In einem ersten Schritt wurde das ehemalige Lehrerzimmer im Schulgebäude verlegt, was Platz für weitere 25 Kinder im evangelischen Hort in der Grundschule schuf. Parallel hierzu nahmen zum September 2025 auch die anderen Kinderhorte im Ort befristet mehr Kinder auf, um den weiterhin steigenden Bedarf mit abzufangen.
Großer Raumtausch im Schulhaus dank starker Schulfamilie
Um den zukünftigen Bedarf an Hortplätzen – der mit einer Betreuungsquote von 80 Prozent kalkuliert wurde – komplett abzudecken, fehlten jedoch weitere 25 Plätze. Dies machte einen größeren Umbau im Schulgebäude erforderlich.
Ein solches Projekt lässt sich nur gemeinsam stemmen. Dass die Maßnahme so reibungslos umgesetzt werden konnte, verdankt die Gemeinde der Flexibilität der gesamten Schulfamilie. Insbesondere die Schulleitung zeigte sich offen für große Veränderungen und ließ sich darauf ein, den kompletten Verwaltungstrakt im Gebäude zu verlegen sowie Räume gemeinsam mit dem Hort zu nutzen.
Mehr Platz und Sicherheit durch neuen Schulleitungsbereich
Durch die Verlegung des Lehrerzimmers im ersten und des Schulleitungsbereiches im zweiten Schritt, gewann der evangelische Hort deutlich an Platz. Neben dem Raumgewinn bringt der Umzug im Gebäude auch für die Schulleitung Vorteile mit sich. Während bisher nur über die Gegensprechanlage Kontakt zum Haupteingang aufgenommen werden konnte, haben die neuen Büros nun direkten Blick auf den Eingangsbereich, so dass sofort gesehen werden kann, wer das Gebäude betreten möchte.
Begeistert zeigten sich die Marktgemeinderäte insbesondere von den neuen Spielbereichen im Hort, die im ehemaligen Schulleitungsbereich eingerichtet wurden. Ein Wanddurchbruch verbindet zwei kleinere Räume nun zu einer größeren Fläche, außerdem wurde ein bodentiefes Fenster eingebaut, das für ein helles und lichtdurchflutetes Ambiente sorgt.
Lob und Dank
„Ich gratuliere allen Beteiligten zu den gelungenen neuen Räumen. Dass wir dieses Großprojekt so schnell und erfolgreich meistern konnten, ist das Ergebnis einer echten Gemeinschaftsleitung“, freut sich Erster Bürgermeister Richard Seidler.
„Vor allem danke ich der Schulleitung und dem Lehrerkollegium, die allen Veränderungsplänen offen gegenübergestanden und mitgetragen haben. Mein besonderer Dank gilt auch Mario Knorr und Andreas Nitsche vom gemeindlichen Bauamt, die den Umbau federführend betreut haben. Auch Schulhausmeister Peter Pfister danke ich herzlich für sein unermüdliches tatkräftiges Anpacken beim Aus-, Ein- und Umräumen des Schulmobiliars. Ein ebenso großes Dankeschön geht an Susanne Fehrenbach, Bereichsleitung der Evang.-Luth. Kindertagesstätten im Dekanat im Kirchengemeindeamt Schwabach, und Hortleiter Frank Sinzinger mit seinem gesamten Team. Nicht nur für die konstruktive und gute Zusammenarbeit während der gesamten Umbauphase, sondern vor allem für die tagtägliche hervorragende Arbeit, die Sie hier für unsere Kinder leisten. Für die Zukunft in den neuen Räumlichkeiten wünsche ich Ihnen weiterhin viel Freude, alles Gute und Gottes Segen!“
Niedrigere Kosten als zuerst geschätzt
Bis heute wurden rund 325.00 Euro durch den Markt Schwanstetten in den Schulhausumbau investiert. Die Abrechnung von zwei Gewerken steht aktuell noch aus, so dass sich die tatsächlichen Gesamtkosten voraussichtlich auf ungefähr 385.000 Euro belaufen werden. Von staatlicher Seite wurde bereits eine Förderung der Maßnahme in Höhe von 144.000 Euro in Aussicht gestellt. Diese Fördersumme errechnete sich aufgrund einer Schätzung der Gesamtkosten in Höhe von damals 690.000 Euro. Nachdem jetzt tatsächlich deutlich weniger investiert wurde, wird sich dies auch in einer entsprechend niedrigeren Fördersumme widerspiegeln.
Gute Betreuungslandschaft für Familien mit Kindern in Schwanstetten
Mit dem erfolgreichen Abschluss des Schulhausumbaus schließt Schwanstetten rechtzeitig die Betreuungslücke für Grundschulkinder. Die Marktgemeinde erleichtert ortsansässigen Familien so die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und sorgt außerdem für verbesserte Bildungs- und Teilhabechancen für alle Kinder.

