Hauptbereich
Bürgermeisterbrief im Juni 2026
Erstelldatum01.06.2026
Bürgermeister Richard Seidler informiert
Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
wenn Sie diese Juni-Ausgabe des BürgerInfo Schwanstetten in den Händen halten, liegt mein erster Monat als Erster Bürgermeister bereits hinter mir. Der Mai war geprägt von intensiven Eindrücken und vielen Begegnungen, die mich bereichert haben. Auch nach 28 Jahren im Marktgemeinderat gibt es vieles, das ich nun aus einer neuen Perspektive erlebe.
Begegnungen zum Start
Mein erster offizieller Arbeitstag fiel auf den 1. Mai, den „Tag der Arbeit“. Auf dem Walpurgismarkt durfte ich Sie begrüßen und durch das Programm führen. Das große
Engagement der vielen ehrenamtlichen und gewerblichen Standbetreiber, das fröhliche Miteinander sowie das sprichwörtliche Kaiserwetter haben mir erneut vor Augen geführt, wie lebendig und herzlich unsere Marktgemeinde ist. Ich habe mich von Ihnen getragen gefühlt, und dieser Start hat mich sehr motiviert. Es folgten das Frühlingsfest des Freundeskreis La Haye e. V. mit unseren französischen Freunden sowie der Gottesdienst im Grünen bei den Köhlerfreunden in Furth. Beide Veranstaltungen haben eindrucksvoll gezeigt, was Heimat für mich bedeutet: zusammenkommen, miteinander feiern, Traditionen pflegen, füreinander da sein und sich füreinander interessieren. Mein
herzlicher Dank gilt allen, die diese Gemeinschaft mit Leben füllen.
Ankommen im Rathaus
Am 4. Mai begann mein erster Arbeitstag im Rathaus. Ich brachte zwei Umzugskartons aus meinem früheren Büro bei der Bereitschaftspolizei in Nürnberg mit. Natürlich war ich zuvor schon oft im Rathaus, doch durch diese Tür als Erster Bürgermeister zu gehen, war ein besonderer Moment. Ich möchte mich an dieser Stelle ausdrücklich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Marktgemeinde für die herzliche Aufnahme bedanken. Das motivierte, offene und hilfsbereite Team hat mir den Einstieg sehr erleichtert.
Mir ist bewusst, dass es für viele nach den langjährigen gemeinsamen Jahren mit Robert Pfann ebenfalls eine Umstellung war, nun einen neuen Bürgermeister an ihrer Seite zu haben. Dieses offene und konstruktive Entgegenkommen weiß ich sehr zu schätzen. Die ersten Tage waren geprägt von organisatorischen Aufgaben: Büro einrichten, EDV-Zugänge erhalten, Abläufe kennenlernen und die Vielzahl an Terminen koordinieren. Mein Terminkalender ist nun deutlich enger getaktet, und viele Abläufe folgen nicht mehr meinem persönlichen Rhythmus, sondern den Anforderungen des Amtes. Das war mir jedoch bereits im Vorfeld klar und gehört zum Amt des Ersten Bürgermeisters einfach dazu.

Konstituierende Sitzung und Wahl des Zweiten Bürgermeisters
Bereits vor der konstituierenden Sitzung am 12. Mai haben sich die Sprecher aller im Gemeinderat vertretenen Gruppen mit Geschäftsleiter Frank Städler und mir abgestimmt. In nahezu allen Punkten herrschte Einigkeit. Lediglich bei der Frage, wer künftig das Amt des Zweiten Bürgermeisters übernehmen soll, gab es unterschiedliche Vorstellungen. Ich habe bewusst keinen eigenen Vorschlag eingebracht, denn dieser demokratische Prozess gehört in die Hände des Gemeinderates.
Nach dem feierlichen ökumenischen Gottesdienst wurde ich vom ältesten Mitglied des Marktgemeinderates, Wolfgang Scharpff, vereidigt. Dieser Moment war für mich sehr bewegend. Anschließend durfte ich die Vereidigung der neuen Marktgemeinderätinnen und -räte vornehmen. Danach wählte der Gemeinderat in zwei Wahlgängen Harald Bengsch zum Zweiten Bürgermeister. Ihm gratuliere ich sehr herzlich. Harald Bengsch bringt langjährige Erfahrung und finanzpolitische Kompetenz mit, und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Zugleich danke ich Wolfgang Scharpff sehr herzlich für zwölf Jahre engagierte Amtszeit als Zweiter Bürgermeister, die er von Mai 2014 bis einschließlich April 2026 ausgeübt hat.

Aufbruch in die inhaltliche Arbeit
Der Mai brachte viele erste Erfahrungen mit sich: die ersten Geburtstagsbesuche, die ersten Ehejubiläen, die erste Gemeinderatssitzung und die ersten Gespräche mit Vereinen und Institutionen. Auch wenn die Kennenlernphase noch nicht abgeschlossen ist, arbeiten wir bereits mit voller Energie an den inhaltlichen Themen unserer Gemeinde. Erste Maßnahmen sind bereits sichtbar oder stehen unmittelbar bevor.
So haben die Arbeiten in unserer Gemeindehalle begonnen, und auch der barrierefreie Ausbau unserer Bushaltestellen, aktuell in der Hauptstraße, wird konsequent fortgesetzt. Über beide Maßnahmen wird in dieser Ausgabe noch tiefergehend berichtet. Beides sind wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Gemeinde. Sie bedeuten jedoch über einen begrenzten Zeitraum auch Einschränkungen. Ich bitte daher um Ihr Verständnis für die Einschränkungen im Sport- und Veranstaltungsbetrieb sowie für die verkehrstechnischen Beeinträchtigungen in der Ortsdurchfahrt Leerstetten. Ich bin überzeugt: Die damit verbundenen Unannehmlichkeiten lohnen sich im Ergebnis für uns alle.
Einige weitere Themen liegen klar auf der Hand, andere werden wir gemeinsam herausfinden und anpacken. Ich lade Sie herzlich ein, diesen Weg mitzugehen. Schauen Sie mit offenen Augen auf unsere Gemeinde. Sagen Sie uns, was gut läuft, und sprechen Sie ebenso an, wo wir besser werden können. Lob tut gut, konstruktive Kritik hilft weiter – beides ist willkommen.
Arbeiten wir gemeinsam an unserer Heimatgemeinde Schwanstetten.
Es grüßt Sie herzlichst
Ihr
Richard Seidler
Erster Bürgermeister

