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Eine Ära geht zu Ende
Erstelldatum28.05.2026
Schwanstetten verabschiedet Bürgermeister Robert Pfann mit Herzlichkeit und Hochachtung

Nach 18 Jahren an der Spitze der Gemeinde absolvierte Erster Bürgermeister Robert Pfann seine letzte Sitzung. In einer gemeinsamen Laudatio würdigten die Fraktionen von CSU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Freien Wählern einen Rathauschef, der weit mehr war als ein Verwalter – er war der verlässliche „Kapitän“, der mit Leidenschaft, Herz und Verstand führte. Außerdem sprachen sie ihm ihren großen Dank für sein außerordentliches Engagement aus.
Ein Bürgermeister aus der Mitte der Menschen
Den Auftakt der Würdigung machte Jobst-Bernd Krebs (SPD), der Pfanns tief verwurzelte Verbundenheit mit seiner Heimatgemeinde hervorhob. Bevor Pfann 2008 das Bürgermeisteramt übernahm, war er bereits in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens aktiv, beispielsweise als Fußballer, als Abteilungsleiter im Sportverein, in der Theatergruppe, im Kirchenvorstand oder auch als Elternbeirat. Auch politisch begann sein Weg bereits früher. Von 1996 bis 2002 hat er im Marktgemeinderat die kommunalpolitische Arbeit von Grunde auf kennengelernt und das entwickelt, was ihn bis heute auszeichnet: den Willen und Wunsch, sachorientiert, konstruktiv und über Parteigrenzen hinweg Lösungen für die Menschen im Ort zu finden.
„Als Erster Bürgermeister hast Du Schwanstetten nicht nur verwaltet, sondern über Jahrzehnte mit Herzblut mitgestaltet“, betonte Jobst-Bernd Krebs. „Du hast Dein Amt immer mit großer Verlässlichkeit, Augenmaß und persönlicher Hingabe ausgeübt – kurz auf den Punkt gebracht: mit Herz und Verstand.“
Dies haben auch die Schwanstettener Bürgerinnen und Bürger wahrgenommen und Robert Pfann durch die Wiederwahlen immer wieder ihr Vertrauen ausgesprochen.
Der Kapitän und seine Erfolgsbilanz
Für die CSU wählte Markus Hönig ein passendes Bild aus Robert Pfanns großer Leidenschaft, dem Fußball: „Du warst in den letzten 18 Jahren der Kapitän dieser Mannschaft.“ Trotz wechselnder Besetzungen im Gemeinderat sei es Robert Pfann immer gelungen, das Team zusammenzuführen. Die Liste seiner Erfolge ist lang:
- Die Generalsanierung der Grundschule
- Die Baugebiete „Alte Straße“ und „An den drei Linden“
- Die zukunftsfähige Neuaufstellung des Flächennutzungsplans
- Soziale Meilensteine wie der Bürgertreff, der Bürgerbus und die Senioren- und Nachbarschaftshilfe.
Hönig betonte, dass Pfann auch künftig – dann in neuer Rolle als Marktgemeinderat – laufende Projekte wie den Bau der Feuerwehrzentrale, das Baugebiet Oberlohe oder die Sanierung der Gemeindehalle begleiten wird.
Nahbarkeit und Menschlichkeit
Mario Engelhardt (Bündnis 90/Die Grünen) lenkte den Blick auf die menschliche Komponente. Robert Pfann sei ein Bürgermeister des Zuhörens gewesen – aufmerksam, respektvoll und mit ehrlichem Interesse. Er zeigte seine Wertschätzung für die Menschen. Besonders in Erinnerung bleiben seine persönlichen, handschriftlichen Briefe an Ehrenamtliche und seine stete Präsenz bei Jahreshauptversammlungen sowie seine Anteilnahme an persönlichen Schicksalen der Bürgerinnen und Bürger. Wer mit einem Anliegen in das Rathaus kam, traf nicht auf einen distanzierten Amtsinhaber, sondern auf einen Bürgermeister, der zuhörte, Fragen stellte und sich kümmerte. „Diese Nahbarkeit hat Vertrauen geschaffen und unser Gemeindeleben spürbar geprägt“, so Mario Engelhardt. Robert Pfann habe Spuren hinterlassen, die nicht nur in Akten, sondern vor allem „in den Herzen der Menschen“ zu finden seien.
Der Diplomat und Rhetoriker
Den Abschluss bildete Peter Weidner (Freie Wähler), der Robert Pfanns größte Stärken auf den Punkt brachte: Diplomatie, Rhetorik, eine unerschütterliche Gelassenheit und Freundlichkeit. Dank Pfanns ausgleichender Art seien „Kampfabstimmungen“ im Rat ein Fremdwort geblieben. Weidner zog ein beeindruckendes Fazit: Im Vergleich der letzten sieben Ersten und Zweiten Bürgermeister stehe Robert Pfann auf einem „klaren ersten Platz, Goldmedaille“.
Ein neuer Fokus: Familie und Ehrenamt
Ab dem 1. Mai wartet auf Robert Pfann nun der, wie es hieß, „schönste Job der Welt“: der Vollzeit-Einsatz als Opa für seine Enkelkinder. Ganz verloren geht er der Politik jedoch nicht: Seine Erfahrung wird er weiterhin als Mitglied des Marktgemeinderats und des Kreistags einbringen.

