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Bürgermeisterbrief im März 2026
Erstelldatum03.03.2026
Bürgermeister Robert Pfann informiert

Liebe Bürgerinnen und Bürger,
seit dem 18. Februar ist es amtlich: am Aschermittwoch ist die „fünfte Jahreszeit“ nach einem tollen Veranstaltungsreigen des Schwander Carnevals Club zu Ende gegangen. Ein Faschingszug mit vielen beeindruckenden Motivwagen und Fußgruppen hat Tausende Menschen aus Nah und Fern angelockt. Auch die höchst unterhaltsame Prunksitzung ließ keine Wünsche offen.
Der charmanten Prinzessin Sabrina I. kann eine hervorragende Regentschaft des närrischen Volkes attestiert werden. Frohsinn und Heiterkeit pur hat sie mit ihrem Hofstaat versprüht und trotz Rathausschlüssel in ihren Händen sparsam regiert. Der Prinzessin, den Verantwortlichen und allen Aktiven des SCC sage ich ein herzliches Vergelt’s Gott für das beeindruckende ehrenamtliche Engagement zur Pflege des fränkischen Faschingsbrauchtums.
Fastenzeit
Nun befinden wir uns mitten in der Fastenzeit, die noch bis Ostern dauert. Vielen ist sie als Zeit des Verzichts bekannt. Doch hinter diesem Begriff steckt weit mehr als nur „weniger essen“ oder „sich etwas abgewöhnen“. Im Kern geht es um eine bewusste Vorbereitung auf Ostern – um innere Klärung, neue Ausrichtung und den Blick auf das Wesentliche.
In der Praxis kann Fasten ganz unterschiedlich aussehen. Manche Menschen verzichten auf Alkohol, Fleisch oder Süßigkeiten. Andere entscheiden sich bewusst für eine „Entschlackung“ des Alltags: weniger Medien, weniger Konsum, weniger Termindruck – dafür mehr Zeit, mehr Klarheit und mehr echte Begegnung. Entscheidend ist dabei nicht die Härte der Maßnahme, sondern die Richtung: Was soll dadurch frei werden?
Unabhängig davon, ob Sie sich durch bewussten Verzicht auf das Osterfest vorbereiten oder Ihr Leben in gewohnter Weise fortführen, ist mir persönlich eines besonders wichtig: ein wertschätzender und friedfertiger Umgang miteinander im Alltag. Auf keinen Fall weniger Wahrheit, weniger Respekt, weniger Toleranz, weniger Solidarität, weniger Demokratie oder weniger Nächstenliebe. Im Gegenteil – davon bitte immer 100 %.
Kommunalwahl
Am 8. März 2026 entscheiden Sie bei der anstehenden Kommunalwahl mit Ihrer Stimme über die Zusammensetzung des Marktgemeinderats und des Kreistags. Ebenso wird entschieden, wem Sie Ihr Vertrauen als Gemeindeoberhaupt für die kommenden sechs Jahre schenken.
Die vergangenen Wochen waren geprägt von einem intensiven Werben der Kandidatinnen und Kandidaten der verschiedenen politischen Gruppierungen um die Gunst der Wählerinnen und Wähler. Bitte setzen Sie sich mit den Ideen und Vorstellungen der Menschen auseinander, die zur Wahl stehen. Unsere Gemeinde braucht die fähigsten Köpfe mit den besten Ideen, um die vor uns liegenden Herausforderungen erfolgreich zu meistern. Gehen Sie bitte deshalb wählen und setzen ein Zeichen für Vernunft, Verlässlichkeit und Zusammenarbeit in der politischen Mitte.
Ich danke ausdrücklich allen Kandidatinnen und Kandidaten, die sich ohne Wenn und Aber zur freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen und bereit sind, für das Bürgermeisteramt bzw. den Marktgemeinderat und Kreistag zu kandidieren. Ich wünsche uns allen einen fairen und ehrlichen Wahlkampf – einen, bei dem es am Ende nur Gewinner gibt: unser Schwanstetten und unser Landkreis Roth.
Sanierung Kanalisation Leerstetten
Im Rahmen der Eigenüberwachung hat die Marktgemeinde das Planungsbüro J. Wolfrum GmbH mit der Auswertung, der mittels TV-Inspektion untersuchten, Abwasserkanäle im Ortsteil Leerstetten beauftragt. In der Januar-Sitzung stellte nun Jürgen Wolfrum das Ergebnis der Zustandsbewertung und die Sanierungsplanung vor. Insgesamt wurden ca. 16 km Kanallänge und 488 Schächte inspiziert und je nach Zustand in Objektklassen eingeteilt.
Erfreulicherweise konnte dabei festgestellt werden, dass sich die Schäden der Objektklasse 0 (= Sofortmaßnahme) aufgrund der bereits in der Vergangenheit durchgeführten Sanierungsmaßnahmen, sehr überschaubar darstellen. Diese wurden zum Teil schon behoben oder stehen zur kurzfristigen Sanierung an.
Bei der Inspektion wurden nicht nur im öffentlichen Bereich Schäden, sondern auch Schäden an den angrenzenden Privatgrundstücken (Übergangsbereich öffentlich /privat) festgestellt. Für die Behebung dieser Schäden werden voraussichtlich über 270.000 EUR (öffentlicher Bereich mit Renovation/ Reparatur und Erneuerung) aufzuwenden sein. Zu gegebener Zeit werden wir auf die betreffenden Grundstückseigentümer zukommen, um insbesondere abzuklären, ob eine gemeinsame Sanierung des festgestellten Schadens möglich ist.
Positiv ist, dass für die überwiegende Streckenlänge bei 316 Haltungen rd. 9 km, keine Maßnahmen erforderlich sind. An 187 Haltungen auf einer Kanallänge von ca. 6,5 km sind Schadensklassen von 0 bis 3 durch Reparatur- bzw. Renovationsverfahren zu beheben. Renovation bedeutet, dass das Rohr von innen mittels eines sogenannten Schlauchliners (vot Ort härtender Schlauchliner), ohne dass die Straße aufgegraben werden muss, saniert werden kann. Die Kosten für die Behebung dieser Schäden wurden auf 704.000 EUR brutto geschätzt.
Um wirtschaftliche Ausschreibungspreise zu erzielen, ist beabsichtigt, für heuer und nächstes Jahr Pakete mit einem Volumen von jeweils 300.000 EUR zu schnüren. Zusätzlich ist für dieses Jahr geplant, für die Sanierung der Schächte 100.000 EUR zu investieren. Entsprechende Mittel werden in den Haushalt eingestellt.
Wohl wahr, es wird viel Geld unter die Erde für ein dichtes Kanalnetz verbaut, was man zwar nicht sieht, aber für den Grundwasserschutz elementar wichtig ist. Daneben soll dadurch auch verhindert werden, dass sauberes Grundwasser über eine schadhafte Kanalisation zur Kläranlage des Abwasserzweckverbands geleitet wird und dort unnötigerweise Kosten für den Reinigungsvorgang verursacht.
Es grüßt herzlichst
Ihr
Robert Pfann
Erster Bürgermeister


