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Mann und Kind beim Fahrrad fahren

Aktionsbündnis

Termine

Öffentliche Sitzungen 2018:

Die Termine für 2019 folgen zum Jahresende.

Besucher sind herzlich willkommen.

Mitgliederversammlung 2018:

Donnerstag, den 08.11.2018 - 19:30 Uhr, Kulturscheune, Leerstetten

„Der Veranstalter behält sich vor, von seinem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.“

Diskussionsabend - Wider die Neiddebatte - Migranten gegen Hartz IV

v. l. n. r.: Christina Czerwenka, Ottilie Tubel-Wesemeyer, Mario Engelhardt

Das Aktionsbündnis „Schwanstetten ist bunt und schaut nicht weg“ hat zum Diskussionsabend „Wider die Neiddebatte – Migranten gegen Hartz IV“ in der Kulturscheune Schwanstetten eingeladen.

Wer kennt die folgenden Aussagen nicht – aus Fernsehen, Zeitung oder der Stammtischrunde: „Flüchtlinge bekommen viel mehr Geld vom Staat als deutsche Hartz IV-Empfänger“, „Flüchtlinge bekommen alles und wir können uns gar nichts leisten“ oder „Den Flüchtlingen wird alles hinterhergeworfen“. Hartnäckig hält sich das Gerücht, Asylbewerber würden mehr staatliche Unterstützung bekommen als Deutsche, die von Hartz IV leben. Gerne werden solche Phrasen auch von rechtspopulistischen Gruppierungen in den Raum geworfen. Um Neid zu schüren, um Angst zu machen und letztlich mit dem Ziel, Wählerstimmen zu erhaschen.

Doch was ist wirklich dran? Wie sehen die Leistungen für Flüchtlinge und Deutsche denn nun konkret aus? Kann sich Deutschland Asylanten leisten? Diese und noch mehr Fragen standen im Mittelpunkt des Diskussionsabends „Wider der Neiddebatte – Migranten gegen Hartz IV“, der in der Kulturscheune in Schwanstetten stattfand. Geladen hierzu hatte das Aktionsbündnis „Schwanstetten ist bunt“. Als fachkundige Ansprechpartnerinnen wurden hierzu Frau Ottilie Tubel-Wesemeyer, Sachgebietsleiterin Seniorenamt und Soziales, LRA Roth, und Frau Christina Czerwenka, Berufsberaterin bei der Bundesagentur für Arbeit, eingeladen.

Nach einer kurzen Einleitung durch den Vorsitzenden des Koordinierungsgremiums des Aktionsbündnisses, Wolfgang Scharpff, führte Mario Engelhardt gekonnt durch den Abend. Beide Referentinnen kommen aus der Praxis und haben täglich mit Fragen rund um Sozialleistungen zu tun.

Nach einem kurzen Überblick über die zahlenmäßige Situation im Landkreis wurde auch schon die zentrale Frage angegangen: Welcher Unterschied besteht denn nun zwischen Leistungen an Flüchtlinge und Leistungen, die nach SGB II an Deutsche bezahlt werden?

Die Gewährung von Leistungen an Asylsuchende wird durch das Asylbewerberleistungsgesetz festgelegt, die Höhe ist jedoch auch abhängig vom Aufenthaltsstatus und der Unterbringung. In den Ersteinrichtungen bekommen Asylbewerber vor allem Sachleistungen (Unterkunft, Strom, Nahrung) und als erwachsene Alleinstehende 135 Euro Taschengeld. Nach der Anerkennung als Asylberechtigter oder nach Ablauf von 15 Monaten seit der Stellung des Asylantrages stehen Leistungen auf Sozialhilfe-Niveau zu. Diese Leistungen sind gestaffelt und hängen etwa vom Familienstand ab oder davon, ob jemand in einer Wohnung lebt oder in einer Gemeinschaftsunterkunft. Prinzipiell erhalten die Personen also analog zu den Leistungen des Sozialgesetzbuchs dieselben Leistungen wie jeder andere Hartz IV-Empfänger. Der Unterschied also? „Es gibt keinen“ erklärte Christina Czerwenka, „die Leistungen sind für Deutsche und Asylberechtigte gleich“. Die Berufsberaterin erklärte auch, dass die Arbeitslosenzahlen durch die Asylbewerber nicht gestiegen seien. Im Gegenteil: „Seit Asylbewerber da sind, gibt es so wenig Arbeitslose wie noch nie“. Auf Nachfrage führte Frau Tubel-Wesemeyer aus, dass es zu bedenken gilt, dass die Leistungen, die ausbezahlt werden, auch wieder in den deutschen Wirtschaftskreislauf fließen, die deutsche Wirtschaft somit auch davon profitiert.
Praktisch nichts von den Leistungen wird in die Heimatländer der Asylsuchenden zurückgeschickt. Der große Gewinner ist die deutsche Wirtschaft.

Als Fazit dieses aufschlussreichen Abends kann gesehen werden, dass es vorwiegend Vorurteile sind, die viele sich zu Eigen machen, um gegen Asylbewerber Stimmung zu machen. Phrasen wie „Flüchtlinge bekommen alles und tun nichts dafür“ schaden allen sozial Schwächeren in Deutschland. Mit Veranstaltungen wie diesem Diskussionsabend will das Aktionsbündnis „Schwanstetten ist bunt“ für Aufklärung sorgen, um solchen Vorurteilen keinen Raum zu lassen. Das Bündnis leistet hier einen wertvollen Beitrag zum respektvollen Umgang miteinander und zeigt eine deutliche Ablehnung von Fremdenfeindlichkeit. Weitere Veranstaltungen hierzu sind geplant.
                                                                                                                       @Renate Diaczysyn

FILMABEND am Donnerstag, den 22.03.2018

Noch nie hat sich jemand filmisch konkret an das Thema ARIER gewagt. Und das obwohl unter der vermeintlichen Marke ARIER in Deutschland gegen Menschen anderer Religion, Hautfarbe oder Geschlechtsorientierung gehetzt und gemordet wurde und wird. Auf einer persönlichen Reise versucht die Afrodeutsche Mo Asumang herauszufinden, was hinter der Idee vom "Herrenmenschen" steckt. Sie begibt sich       zu Pseudo-Ariern auf Nazidemos, reist zu den wahren Ariern in den Iran             , trifft sich in den USA mit weltweit berüchtigten Rassisten
und begegnet dem Ku Klux Klan.


Der Dokumentarfilm "Die ARIER" ist ein
tour de force in die Abgründe des Rassismus.
Dauer: 1:32 Std.


Quelle: www.die-arier.com.

Eintritt: frei

Anmeldung erwünscht unter: Michaela Braun, Markt Schwanstetten: 09170-289-16 

 

 

Für Demokratie und Toleranz - gegen Extremismus

Liebe Bürgerinnen und Bürger,

2012 fanden in Schwanstetten mehrfach Veranstaltungen verschiedener national gesinnter, rechter oder rechtsextremer Gruppierungen statt. Als schockierender Höhepunkt war für Anfang Juni 2012 eine 3-tägige „Holocaust-Konferenz“ angekündigt. Nachdem Presse, Polizei und Marktgemeinde von dem geplanten Treffen erfahren hatten, stornierte die Gastwirtin glücklicherweise von sich aus die Reservierung des Veranstaltungsraumes.

Es reicht!  Der Marktgemeinderat war sich einig, dieser bedrohlichen Entwicklung entschlossen entgegenzutreten. Einstimmig hat sich das Gremium deshalb für die Gründung des Aktionsbündnisses „Schwanstetten ist bunt und schaut nicht weg“ ausgesprochen.

Dank des Engagements der örtlichen Kirchen, vieler Vereine, Verbände und vor allem zahlreicher Bürgerinnen und Bürger konnte am 04. Oktober 2012 das Aktionsbündnis ins Leben gerufen werden. Der Vorsitzende und das Koordinierungsgremium haben ihre Arbeit aufgenommen und Aktivitäten im Sinne des Bündnisses entwickelt. 

Ziele Das Bündnis soll 
• Kräfte im Kampf gegen jede Art von Extremismus bündeln
• eine offensive und öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema Extremismus fördern
• den Austausch von Erfahrungen und Informationen durch regelmäßige Treffen unterstützen
• Aktionen und Projekte gegen Extremismus organisieren und koordinieren

Werden Sie aktiv! Machen Sie mit - für Demokratie und Toleranz - gegen  Extremismus und beteiligen  Sie sich aktiv am Aktionsbündnis! Wir brauchen Menschen mit Zivilcourage! Wir brauchen Ihre Unterstützung! Wir rufen deshalb weiter alle Vereine, Verbände und Organisationen, aber auch Bürgerinnen und Bürger sowie Firmen auf, sich mit vereinten Kräften gegen extremistische Bewegungen zu stellen. Der Beitritt zum  Aktionsbündnis ist   selbstverständlich  kostenfrei.

Bitte unterstützen Sie das Aktionsbündnis „Schwanstetten ist bunt und schaut nicht weg“ mit Ihrem Beitritt. Zeigen wir uns solidarisch gegen jede Art von Extremismus, damit unser Schwanstetten auch weiterhin ein lebens- und liebenswerter Ort bleibt

Ihr

Robert Pfann
Erster Bürgermeister

PRESSE

Filmabend vom 27.07.2017 - Kulturscheune

Das Aktionsbündnis besuchte die Gedenkstätte des KZ-Dachau

28 Personen aus Schwanstetten machten sich im Mai 2017 auf den Weg zu der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Dachau. Diese Fahrt wurde vom „Aktionsbündnis Schwanstetten ist bunt und schaut nicht weg“ organisiert.

Bei der kompetenten Führung durch das ehemalige Lagergelände erfuhren die Teilnehmer, dass das KZ-Dachau ursprünglich für „politisch anders Denkende“ geplant war. Hier fanden zwar keine Massentötungen in dem Ausmaß, wie beispielsweise in Auschwitz statt, jedoch ging die Zahl der Todesopfer in die Zehntausende. Ein Dokumentarfilm in einem in der Gedenkstätte integrierten Kino veranschaulichte allen die Geschichte des Konzentrationslagers und das Leid der Häftlinge. Die Führung und der Film beeindruckten und berührten alle Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Horst Kreuzer, Mitglied im Koordinierungsgremium des Aktionsbündnisses, berichtete wie er als Vierjähriger erlebte, dass nach Kriegsende befreite KZ-Insassen in seinen Heimatort kamen. Dort erhielten diese von ihren Befreiern für drei Tage ein Plünderungsrecht. Die Kinder seines Heimatorts durften in dieser Zeit die verbarrikadierten Häuser nicht verlassen.

Alle Teilnehmer waren sich einig, dass ein menschenverachtendes System, wie es die NS-Diktatur war, in Deutschland nie wieder Realität werden darf und dass Vergleiche mit der aktuellen Politik in einigen Ländern durchaus zu ziehen sind.

Für viele wird dieser Besuch Anlass für mindestens einen weiteren Besuch in Dachau sein. (A. Hahn und W. Scharpff)

Mitgliederversammlung vom 18.10.2016
13.09.2016 Besuch mit Führung: Synagoge und Jüdischer Friedhof, Georgensgmünd
Die Referenten: Marc Fischer (links i. B.) und Günter Moser

Geschäftsordnung - Aktionsbündnis - Stand 2016-04

Weitere Informationen

Broschüre - Die braune Falle

Broschüre des. Bay. Staatsministerium

Broschüre des KJR Nürnberg-Stadt

Aktuelles aus dem Marktgemeinderat

Niederschriften und Dokumente

Kontakt

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