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Energiebündel lehnt Stromtrasse P53 ab

Autor: Markt Schwanstetten
Artikel vom 22.08.2019

Energiebündel lehnt Stromtrasse P53 ab

Der Verein "Energiebündel Roth-Schwabach e.V. tritt seit seiner Gründung im Jahr 2010 für die dezentrale Energiewende auf Basis erneuerbarer Quellen ein. Diese bringt Unabhängigkeit, dringenden notwendigen Klimaschutz und lokale Wertschöpfung für die Regionen. Daher hat auch der Verein – bei dem alle Landkreiskommunen und die Stadt Schwabach Mitglied sind, fristgerecht zum 31. Juli 2019 Einspruch gegen die Stromtrasse P53 eingelegt. Er ist der Meinung, dass durch einen konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Biomasse, Wasserkraft und Geothermie/Umweltenergie der Transport von Strom (auch aus fossilen Quellen?) nicht notwendig wird.

- Er lehnt daher den Ersatzneubau der Trasse P53 ab.

- Auch die Verlegung bzw. Erdverkabelung wird abgelehnt.

Begründung:

Der Nachweis über die aktuelle Notwendigkeit wurde nach unserer Einschätzung nicht ausreichend erbracht.

Eine Aktualisierung der Netzplanung an die zunehmende Dezentralisierung von Erzeugung und Verbrauch ist nicht erkennbar.

Die Studie „Zellulares Energiesystem - Ein Beitrag zur Konkretisierung des zellularen Ansatzes mit Handlungsempfehlungen/Konzepte“ des

VDE – Verband der Elektrotechnik

Elektronik Informationstechnik e.V.

Energietechnische Gesellschaft (ETG) vom Mai 2019 bleiben unberücksichtigt

Gleichwohl die Studie des Energieversorgers N-ergie/Nürnberg

„Dezentralität und zellulare Optimierung – Auswirkung auf den Netzausbaubedarf“ erstellt von der

Prognos AG, FAU Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und des

Energie Campus Nürnberg

Statt Übertragungsnetze sind vielmehr Verteilnetze für die lokal erzeugte Energie notwendig.

Der Eingriff in die Natur und den Lebensraum der Menschen ist unzumutbar

Bei weiter voranschreitender dezentraler Energieversorgung droht ein "Milliardengrab" an Investitionen, das aber zu dauerhaft hohen Netz-Gebühren für die Bürger führt. Einzige Gewinner: Investoren, die eine garantiert Rendite auf ihre Investitionen erhalten (Je teurer umso besser?)

 

Dabei ist jetzt auch die Politik gefordert, die Netzplanung LAUFEND an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen. In Zeiten zunehmender Dezentralisierung und Eigenversorgung ist das "alte Modell" zentraler (oligopolistischer) Erzeugung und deren großräumiger Verteilung nicht mehr zeitgemäß. Dringender Handlungsbedarf des Gesetzgebers ist daher überfällig!

 

Weitere Informationen zum Verein und seiner Arbeit finden Sie unter www.energiebuendel-rh-sc.de